Facts

Einreise für Deutsche, Österreicher und Schweizer

Für einen Touristenaufenthalt visumfrei für 30 Tage. Notwendig sind, bei Ankunft mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass, bestätigtes Rück- oder Weiterreiseticket, ausreichende Geldmittel bzw. Kreditkarte.

Königliches Thailändisches Honorarkonsulat

Landesdaten und Lage

Das Staatsgebiet grenzt im Norden und Westen an Myanmar (Birma), im Nordosten an Laos, im Südosten an Kambodscha und den Golf von Thailand (Siam), im Süden an Malaysia und im Südwesten an das Andamanische Meer und Myanmar. Die Gesamtfläche Thailands beträgt 513115 Quadratkilometer. Bangkok ist die Hauptstadt und zugleich die größte Stadt des Landes.

Thailand liegt auf der Hinterindischen Halbinsel; nur die Region im äußersten Süden liegt auf der Malaccahalbinsel. Das Land hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von rund 1 770 Kilometern und eine Ost-West-Ausdehnung von etwa 805 Kilometern. Die Topographie ist sehr vielfältig, aber die Gebirgszüge stellen die beherrschende Landschaftsform dar. Im nördlichen und westlichen Teil des Landes gibt es parallel verlaufende Gebirgsketten mit nordsüdlicher Ausrichtung. Die höchsten Erhebungen liegen im westlichen Bergland, das sich entlang der birmanischen Grenze ausdehnt und mit dem Doi Inthanon bis auf 2 595 Meter, dem höchsten Punkt Thailands, ansteigt. Die von Küstenebenen begrenzte Malaccahalbinsel erreicht im Khao Luang mit 1 790 Metern ihre höchste Erhebung. Eine weitere Gebirgskette erstreckt sich in nordsüdlicher Richtung durch Mittelthailand, geht im Süden in Ost-West-Richtung über und dehnt sich bis zur Ostgrenze des Landes hin aus; ihr höchster Gipfel ist der Doi Pia Fai mit 1 270 Metern. Der Nordosten Thailands besteht aus einem flachen, unfruchtbaren Becken, dem Khorat-Plateau, das rund ein Drittel der Landesfläche einnimmt und vom Mekongtal begrenzt wird. Zwischen den zentralen und westlichen Gebirgen liegt die breite Schwemmlandebene des Chao Phraya (Menam), des größten Stromes von Thailand. Dieses Tiefland und das fruchtbare Delta des Chao Phraya bei Bangkok sind die landwirtschaftlich am intensivsten genutzten und dichtest besiedelten Räume des Königreiches..

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Bevölkerung

Die Thai bilden den überwiegenden Teil der Bevölkerung Thailands. Man nimmt an, dass dieses Volk aus dem Südwesten Chinas stammt und zu Beginn des 1. Jahrtausends n. Chr. in Südostasien eingewandert ist. Oft werden jedoch die im Kernraum des Landes wohnenden Thai im engeren Sinn von den im Nordwesten und Osten des Landes angesiedelten Lao, die mit dem Volk des benachbarten Laos enger verwandt sind, ethnisch unterschieden. Die Thai einschließlich der Lao stellen etwa drei Viertel der Bevölkerung. Die größte Minderheitengruppe sind mit rund 14 Prozent die Chinesen, von denen viele thailändische Staatsbürger sind. Unter den übrigen Minderheiten sind die in den südlichen Provinzen lebenden muslimischen Malaien, Angehörige der Bergvölker des Nordens sowie kambodschanische (Khmer) und vietnamesische Flüchtlinge im Osten zu nennen. 80 Prozent der Bevölkerung leben auf dem Land.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 64,3 Millionen, woraus sich eine Bevölkerungsdichte von 125 Einwohnern pro Quadratkilometer ergibt. Die Bevölkerung ist jedoch regional sehr unterschiedlich verteilt; die stärkste Bevölkerungsdichte weist Mittelthailand auf.

Sprache

Die Amtssprache ist Thai, ein Mitglied der sinotibetischen Sprachfamilie. Es gibt vier regionale Dialekte. Minderheitensprachen sind Laotisch, Chinesisch, Khmer und Malaiisch. Englisch ist als Handelssprache in Gebrauch und wird in einigen Sekundarschulen und Colleges unterrichtet.

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Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +6 Stunden. Während der europäischen Sommerzeit +5 Stunden.

Stromspannung

220 Volt, Wechselstrom, 50 Hertz; Rundstecker, gelegentlich noch Flachstecker. Eine vorsorgliche Mitnahme eines Adapters empfiehlt sich.

Feiertage

Staatliche Feiertage sind der Neujahrstag der 1. Januar, das chinesische Neujahrsfest, der Chakri-Tag (6. April), der Krönungstag (5. Mai), der Geburtstag der Königin (12. August), der Chulalongkorn-Tag (23. Oktober), der Geburtstag des Königs (5. Dezember), der Verfassungstag (10. Dezember) und Silvester. Fällt einer dieser Feiertage auf einen Samstag oder Sonntag, so wird er am darauffolgenden Montag nachgeholt.

Von Bedeutung sind auch die buddhistischen Feiertage Makha Bucha, Asalaha Bucha und Visakha Bucha, die an wichtige Ereignisse in der Geschichte des Buddhismus erinnern und von Jahr zu Jahr auf unterschiedliche Daten fallen, da sie sich nach dem Mondkalender richten. Songkhran vom 13 – 15 April ist das thailändische Neujahrsfest, und Loy Krathong ehrt die Göttin des Wassers – dann lassen die Menschen kleine „Schiffchen” mit Kerzen, Münzen oder Blumen auf den Flüssen und Seen schwimmen.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30/9.30 -15.30 Uhr (Wechselschalter der Banken in den Großstädten und Touristenzentren häufig bis spät abends an allen Wochentagen). Regierungsbüros: Mo bis Fr 8.30 -12, 13 -16.30 Uhr. Geschäfte: Mo bis Sa 10 -19 Uhr, kleinere Geschäfte meist 8 - 20/21 Uhr, teilweise bis Mitternacht; Kaufhäuser (z. B. in Bangkok) sind meist von 10 - 20 Uhr geöffnet, das gilt auch für Samstag und Sonntag; auch in Shopping-Zentren sind einige Läden am Wochenende geöffnet. Post: Mo bis Fr 8.30 -15.30 Uhr, Hauptpostamt in der New Road in Bangkok Mo bis Fr 8 -20 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen 8 -13 Uhr.

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Kleidung

Das ganze Jahr über ist leichte, gut waschbare, atmungsaktive Sommerkleidung notwendig, für die Abende, besonders bei einem Aufenthalt im Norden des Landes, auch leichte Wollsachen. Da alle grösseren Hotels mit Klima-Anlagen ausgestattet sind, die selten reguliert werden kann, wird die Mitnahme von leichteren Pullovern und Schals empfohlen. Dies gilt auch bei Nachtfahrten mit klimatisierten Bussen. Einen Regenschutz sowie gute Sonnenbrillen sind wichtig, ebenso bequeme Schuhe und Sandalen. Shorts und saloppe Kleidung sind nicht geeignet für die Städte oder Tempelbesichtigungen.

Geschichte und Politik

Das Ursprungsgebiet der Thai ist Südchina, wo sie im 8. Jahrhundert n. Chr. in Yunnan das Königreich Nan Chao gründeten, das bis zur Eroberung durch die Mongolen Mitte des 13. Jahrhunderts Bestand hatte. Lange vor dieser Zeit hatten die Thai jedoch bereits begonnen, in Richtung Süden zu wandern bis auf die Malaccahalbinsel und bis nach Kambodscha. Hier wurden sie von indischen Einflüssen geprägt und nahmen die buddhistische Religion an. Von 1250 bis 1350 war Sukhothai das erste thailändische Königreich. 1350 wurde das thailändische Königreich Ayutthaya mit der gleichnamigen Hauptstadt gegründet, das während der nächsten 400 Jahre eine Blütezeit erlebte. Ab 1511 landeten Portugiesen, Holländer, Engländer und Franzosen an der Küste, 1688 wurden sie vertrieben. 1767 wurde Ayutthaya von birmanischen Truppen erobert und zerstört. General Pya Chakri, der Begründer der noch heute herrschenden Dynastie der Thaikönige, regierte als Rama I. von 1782 bis 1809. Bangkok wurde zur Hauptstadt erklärt. Zahlreiche europäische Berater wurden angeworben, die bei der Modernisierung des Landes helfen sollten. 1917 trat Thailand an der Seite der Alliierten in den Ersten Weltkrieg ein. 1932 wurde Thailand konstitutionelle Monarchie. 1939 erhielt das Land, das vorher Siam hiess, seinen heutigen Namen Muang Thai, das Land der Thai bedeutet. An der Seite Japans trat Thailand in den Zweiten Weltkrieg ein und wurde von japanischen Truppen besetzt. Unmittelbar nach dem Krieg suchte das Land jedoch Anschluss an den Westen. 1946 wurde es in die Vereinten Nationen (UN) aufgenommen.

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Wirtschaft

Der Anbau, die Verarbeitung und die Ausfuhr von Agrarprodukten, insbesondere Reis, sind die Hauptstützen der thailändischen Wirtschaft. Thailand ist einer der führenden Reisproduzenten der Welt. Weitere wichtige Agrarprodukte sind Naturkautschuk, Maniok, Baumwolle, Tabak, Kaffee und Kokosnüsse. Die wichtigsten forstwirtschaftlichen Produkte sind Harthölzer, insbesondere Teak. Der Fischfang ist ebenfalls ein bedeutender Sektor der Wirtschaft (Garnelen, Fisch und Schalentiere). Thailand ist reich an natürlichen Ressourcen wie Kohle, Gold, Zink und Edelsteinen. Bei der Zinnförderung gehört Thailand weltweit zu den führenden Ländern. Die Nahrungsmittelindustrie, das Textil- und Bekleidungsgewerbe sowie die Elektronikindustrie sind die bedeutendsten Branchen der verarbeitenden Industrie. Der Tourismus wurde im letzten Jahrzehnt zu einem wichtigen und bedeuteten Sektor.

Religion

Der Buddhismus ist die vorherrschende Religion Thailands. Das Oberhaupt der buddhistischen Hierarchie ist der Oberste Patriarch, der im Allgemeinen ein Mitglied der Königsfamilie sein muss. Rund 95 Prozent der Thailänder sind Buddhisten. Es gibt etwa 18 000 buddhistische Tempel und 140 000 buddhistische Priester im Land. Fast alle männlichen Buddhisten Thailands gehen für mindestens einige Tage oder Monate in ein Wat. Die größtenteils in Grenznähe zu Malaysia lebenden Muslime stellen rund 4 Prozent der Bevölkerung. Zudem gibt es einige kleinere christliche und hinduistische Glaubensgemeinschaften.

Bildung und Schulwesen

Der Schulbesuch ist in Thailand unentgeltlich. Es besteht Schulpflicht für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren, aber sowohl die öffentlichen Schulen als auch die schulischen Einrichtungen buddhistischer Klöster reichen für die Grundschulausbildung aller Kinder nicht aus. Der Alphabetisierungsgrad ist mit 96 Prozent höher als in anderen Ländern Südostasiens. Zu den größten Universitäten Thailands gehören die Chulalongkorn-Universität in Bangkok und die Universität Chiang Mai im Norden des Landes. Das Asian Institute of Technology wurde Ende der achtziger Jahre von rund 650 Studenten besucht.

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Kunst und Musik

Die klassische thailändische Literatur stützt sich auf Tradition und Geschichte. Das Ramakien, die thailändische Version des indischen Epos Ramayana, ist die bedeutendste Nationaldichtung, auf der ebenfalls thailändische Kunst und Musik aufbauen. Die moderne Literatur ist mehr an westlichen Vorbildern orientiert. In Thailand sind viele Frauen unter den Autoren von Unterhaltungsliteratur.

Zu den berühmtesten Arbeiten der thailändischen Architektur gehören die Wats in Bangkok. Die thailändische Bildhauerkunst, die auf das 14. Jahrhundert zurückgeht, ist eine Mischung von chinesischen, birmanischen und Khmer-Einflüssen und tritt am eindringlichsten in den Buddhadarstellungen zutage. Religiöse Gemälde sind nicht so gut erhalten; im Allgemeinen sind Gemälde selten älter als 50 oder 100 Jahre. Thailand ist bekannt für die Herstellung feiner Seidestoffe.

Die thailändische Musik ist sehr kompliziert und wird im Allgemeinen zur Begleitung der Thai-Dramen eingesetzt. Die Instrumente, in erster Linie Holzblasinstrumente und Schlaginstrumente, werden gewöhnlich zu Fünfer- oder Zehnerensembles zusammengestellt. Die Musiker sitzen auf dem Boden und spielen im Allgemeinen nach Gehör. Der ebenfalls sehr komplizierte thailändische Tanz hat sich aus dem indischen Tanz entwickelt und besteht aus einer Reihe von Gesten und wiegenden Bewegungen, die eine Geschichte veranschaulichen. Selbst die unscheinbarsten Bewegungen drücken wichtige Zusammenhänge aus, die von den mit wertvollen Kostümen und kunstvollem Kopfschmuck versehenen Schauspielern sorgfältig zusammengestellt wurden.

Verwaltung und Politik

1932 wurde das seit Jahrhunderten in Thailand bestehende absolutistische Regierungssystem beendet; seither ist das Land eine parlamentarische Republik. Thailand wird nach der Verfassung von 1997 regiert.

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Exekutive

Der König ist Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Vorsitzender des Kabinetts ist der Premierminister, der theoretisch der Hauptinhaber der Exekutivgewalt ist. Er muss ein gewähltes Mitglied des Repräsentantenhauses sein und kann Schritte einleiten für die Gewährleistung der Stabilität des Thrones, zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung oder zur Sicherung eines reibungslosen Funktionierens der Wirtschaft. In der Praxis spielen jedoch hohe Militärbeamte die Hauptrolle in der Regierung.

Legislative

Die Legislative liegt in Thailand bei einem Zweikammerparlament der Nationalversammlung, bestehend aus Repräsentantenhaus mit 500 Abgeordnete und dem Senat mit 200 Senatoren. Die Legislaturperiode der Parlamentarier liegt bei vier Jahren.

Judikative

Oberste Instanz der Rechtsprechung ist der Oberste Gerichtshof (Sarn Dika) mit Sitz in Bangkok, der die letzte Instanz für alle zivilrechtlichen und strafrechtlichen Fälle sowie für Konkursverfahren ist. Ein einziges Berufungsgericht (Sarn Uthorn) ist für alle Berufungsverfahren zuständig. Zu den Gerichten erster Instanz gehören Magistratsgerichte mit begrenzter zivilrechtlicher und strafrechtlicher Gerichtsbarkeit, Provinzgerichte mit unbegrenzter Gerichtsbarkeit und Zivilrechts- und Strafrechtsgerichthöfe mit ausschließlicher Gerichtsbarkeit in Bangkok und Thon Buri. Mit der Verfassung von 1991 wurde die Unabhängigkeit der Justiz anerkannt.

Kommunalverwaltung

Thailand gliedert sich verwaltungsmäßig in fünf Regionen, die wiederum in 75 Provinzen (Changwads) aufgeteilt sind. Jede Provinz wird von einem von der Regierung ernannten Gouverneur verwaltet.

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Politik

Stärkste im Parlament vertretene Parteien sind Thai Rak Thai (TRT, „Thailänder lieben Thailänder”), New Aspiration Party (NAP), Democrat Party (DP), Chart Pattana (CP; Partei für Nationale Entwicklung), Chart Thai (CT; Nationalpartei) und Social Action Party (SAP).

Verteidigung

Der Wehrdienst ist Pflicht für Männer zwischen 21 und 30 Jahren und dauert zwei Jahre. 2001 bestand die Armee aus dem Heer mit 190 000 Mann, der Luftwaffe mit ca. 48 000 Mann und der Marine mit ca. 68 000 Mann.

Wirtschaft

Der Anbau, die Verarbeitung und die Ausfuhr von Agrarprodukten, insbesondere Reis, sind die Hauptstützen der thailändischen Wirtschaft. Obgleich Thailand über lange Zeit zu den wohlhabendsten asiatischen Ländern gehörte, war das Land aufgrund des vorwiegenden Anbaus von Reis wirtschaftlich äußerst anfällig und Schwankungen des Weltmarktpreises sowie des Ernteertrags unterworfen. Die Regierung versuchte, dieser Anfälligkeit durch eine Reihe von Entwicklungsprogrammen zu begegnen; diese sollten die Wirtschaft auf eine breitere Basis stellen und wissenschaftliche Anbaumethoden, insbesondere die kontrollierte Überflutung der Reisfelder, fördern, um mit einer konstant gleich bleibenden Reisernte, selbst in Jahren mit spärlichen Regenfällen, rechnen zu können. Die vor allem durch japanische Investitionen in Gang gesetzte Industrialisierung Thailands machte während der achtziger Jahre und Anfang der neunziger Jahre rasche Fortschritte. Der Tourismus wurde im letzten Jahrzehnt zu einem enorm wichtigen Sektor der thailändischen Wirtschaft. Im Jahr 2000 setzte sich der Staatshaushalt aus rund 19,56 Milliarden US-Dollar Einnahmen und 22,06 Milliarden US-Dollar Ausgaben zusammen.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 115 Milliarden US-Dollar im Jahr 2001; Dienstleistungen 49,3 Prozent, Industrie 40,5 Prozent, Landwirtschaft 10,2 Prozent; daraus ergibt sich ein BIP pro Einwohner von 1 870 US-Dollar. 2001 zählte Thailand 37,2 Millionen Erwerbstätige; davon waren rund 49 Prozent in der Landwirtschaft beschäftigt. Es gibt über 530 Gewerkschaftsverbände mit etwa 300 000 Mitgliedern.

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Landwirtschaft

Thailand ist trotz seines geringen Ertrags pro Hektar einer der führenden Reisproduzenten der Welt. 2002 produzierte Thailand rund 27 Millionen Tonnen Reis; in den sechziger Jahren waren es nur etwa 11,3 Millionen Tonnen. Das zweitwichtigste Agrarprodukt ist Naturkautschuk, der größtenteils auf Plantagen der Malaccahalbinsel angebaut wird. 2002 lag die Erntemenge bei 2,36 Millionen Tonnen. Weitere bedeutende Anbaufrüchte sind Mais (3,92 Millionen Tonnen), Sorghum oder Mohrenhirse (200 000 Tonnen), Maniok (17,3 Millionen Tonnen), Zuckerrohr (27,2 Millionen Tonnen), Baumwolle (48 548 Tonnen), Tabak (73 000 Tonnen), Kaffee (74 580 Tonnen), Kokosnüsse (1,4 Millionen Tonnen) und Kenaf oder Gambohanf (201 000 Tonnen), eine Faserpflanze aus der Gattung Roseneibisch, die zur Herstellung von Leinwänden verwendet wird. Zudem ist Thailand weltweit führend in der Produktion von Ananas. Der Viehbestand setzt sich aus rund 2,10 Millionen Büffeln, 4,64 Millionen Rindern, 6,69 Millionen Schweinen und 274 Millionen Hühnern zusammen. Eine wichtige Rolle spielt außerdem die Zucht von Seidenraupen.

Forstwirtschaft und Fischerei

Mitte des 20. Jahrhunderts waren fast 50 Prozent des Landes bewaldet. Ausgedehnte Rodungen führten dazu, dass nur noch 28,9 Prozent waldbedeckt sind. Seit einigen Jahren bemüht sich der Staat um die Wiederaufforstung weiträumiger Gebiete, die durch Überflutungen, Erdrutsche und Entwaldung Schaden genommen hatten. Die wichtigsten forstwirtschaftlichen Produkte sind Harthölzer, insbesondere Teak. Im Jahr 2001 lag der Holzeinschlag bei insgesamt etwa 23,3 Millionen Kubikmetern. Der Export von Teak als Rohholz ist heute verboten. Der Fang von Meerestieren ist ebenfalls ein bedeutender Sektor der Wirtschaft. 1999 lag die Fangmenge bei rund 3,61 Millionen Tonnen und bestand neben Fischen vorwiegend aus Garnelen und Schalentieren.

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Bergbau

Thailand ist reich an natürlichen Ressourcen. Zu den bekannten Bodenschätzen zählen Kohle, Gold, Blei, Zinn, Wolfram, Mangan, Zink und Edelsteine.

Industrie
Die verarbeitende Industrie beschäftigt etwa 18 Prozent der Arbeitskräfte. Die bedeutendsten Branchen sind Nahrungsmittelindustrie, insbesondere Reismühlen, Textil- und Bekleidungsgewerbe sowie Elektronikindustrie. Weitere wichtige Produkte sind Zement, Fahrzeuge, Zigaretten, verschiedene chemische Erzeugnisse und Erdölprodukte.

Währung und Bankwesen

Die Währungseinheit Thailands ist der Baht, bestehend aus 100 Stangs. Die Bank von Thailand, gegründet 1942, ist die Notenbank. In Thailand gibt es auch viele Handelsbanken und mehrere ausländische Bankunternehmen.

Aussenhandel

2000 beliefen sich die Ausfuhrerlöse Thailands auf rund 68,8 Milliarden US-Dollar, der Einfuhrwert lag bei 61,5 Milliarden US-Dollar. Zu den Hauptexportwaren gehörten Textilien und Bekleidung, elektronische Produkte, Reis, Kautschuk, Zinn, Maniok, Zucker und Garnelen. Importiert wurden Erdöl und Erdölprodukte, mechanische Geräte, Fahrzeuge, chemische Produkte, Eisen und Stahl sowie elektrische Maschinen. Haupthandelspartner sind Japan, die USA, Singapur, Deutschland, Malaysia, China und die Niederlande.

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Verkehrswesen

Die vom Staat betriebene thailändische Eisenbahn verfügt über ein Schienennetz von 4 044 Kilometern. Der Ausgangspunkt des Eisenbahnnetzes ist Bangkok; eine Strecke geht nach Norden bis Chiang Mai, eine andere nach Süden zur Grenze mit Malaysia, eine weitere Richtung Osten nach Ubon Ratchathani, eine in Richtung Nordosten durch Udon Thani nach Vientiane in Laos und schließlich eine nach Nordwesten zur Grenze von Myanmar. Der Chao Phraya, der ab seiner Mündung etwa 80 Kilometer ins Landesinnere schiffbar ist, ist ein wichtiger Wasserweg der Binnenschifffahrt. Das Straßennetz wurde in den siebziger Jahren ausgebaut und hat heute eine Länge von rund 64 600 Kilometern; davon sind 98 Prozent befestigt. Die thailändische Fluggesellschaft Thai Airways bietet Inlands- und Auslandsflüge an. Der Hafen von Bangkok, einer der modernsten Südostasiens, dient ebenfalls dem Binnenstaat Laos als Überseehafen.

Vegetation und Tierwelt

Im Südosten des Landes und auf der Malaccahalbinsel dominiert tropischer Regenwald, in anderen Regionen bestehen artenreiche, feuchte Monsunwälder mit Laub werfenden Bäumen sowie an den Küsten Mangrovensümpfe und in höheren Lagen Kiefernbestände. Zu den Holzgewächsen im Bereich der Küstenregionen gehören Rotangpalmen und Ebenholzgewächse; wirtschaftlich wertvolle Bäume des Hochlandes sind Teakbäume, Adlerholz und Eichen. Daneben gedeiht eine große Vielfalt tropischer Pflanzen und Früchte, darunter Orchideen, Gardenien, Hibiscus, Bananen, Mangos und Kokosnüsse.

Insbesondere in den bewaldeten Gebieten besteht eine artenreiche Fauna. Es gibt viele Elefanten, die häufig als Lasttiere eingesetzt werden; ferner leben hier Nashörner, Tiger, Leoparden, Gaure und Wasserbüffel. Primaten sind durch Languren, Makaken und Javaneraffen repräsentiert; weitere interessante Mitglieder der Säugetierfauna sind Tupaias, Flughunde und Schuppentiere. Zur vielfältigen Vogelwelt gehören Wiedehopfe, Schwarznacken-Pirole, Guriale (aus der Verwandtschaft der Eisvögel), Schwalbenstare, Nashornvögel und Drongos. In Thailand leben über 50 Schlangenarten, darunter mehrere Giftschlangen, sowie Schildkröten, Agamen (u. a. Flugdrachen) und Krokodile. Insgesamt stehen 13,8 Prozent der Landesfläche unter Naturschutz.

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Kulinarisches

Die vielfältige thailändische Küche ist mit anderen südostasiatischen Ländern eng verbunden. Charakteristisch sind einfache, aber frische Hauptzutaten wie Fisch, Gemüse und Reis, sowie Schweine- und Rindfleisch. Typisch sind auch die Mischungen vieler Gewürze wie Curry, Chili, Ingwer, Koriander, Basilikum, Knoblauch und Kokosmilch sowie die süßen, süss-sauren und scharfen Sossen, die zum Essen gereicht werden. Die thailändische Küche bietet eine Vielzahl von exotischen Früchten wie Ananas, Bananen, Durian-Frucht, Limone, Lychee, Mango, Orangen und Papaya.
Dünner, kalter Tee wird in den Hotels gratis serviert. Kaffee wird entweder mit Milch und Zucker sehr süss, oder schwarz und kalt mit Eiswürfeln angeboten. Das typische thailändische Getränk ist der Reisschnaps. Bier ist erhältlich, aber, genau wie importierte Weine, relativ teuer. Das thailändische Bier heisst Singha, Chang oder Leo. Die thailändischen Weine sind sehr süss.

Klimainformationen

Thailand hat ein tropisches Klima, das nur in den Bergen im Norden etwas gemäßigter ist. In Nord- und Zentralthailand gibt es größere Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Nachts kann es bis auf 15 Grad und weniger abkühlen. Die Luftfeuchtigkeit beträgt morgens um die 90 Prozent, nachmittags zwischen 45 und 70 Prozent. Während der Regenzeiten regnet es normalerweise ein bis zwei Stunden am Tag mit anschliessendem Sonnenschein.

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Thailand hat drei Klimazeiten:
Von November bis Februar ist die "kühle Jahreszeit." Die durchschnittliche Temperatur beträgt 25 bis 30°C bei mäßiger Luftfeuchtigkeit und gelegentlichen Regenfällen.
Von März bis Mitte Mai dauert die "heiße Zeit" an, es gibt keine Niederschläge, die Luftfeuchtigkeit ist mäßig und die durchschnittliche Temperatur liegt bei circa 35 Grad.
Von Ende Mai/Juni bis Oktober ist die "Regenzeit" (gilt nicht für Ko Samui); Die Temperaturen betragen am Tag 30 bis 35°C, am Abend etwa 24°C. Der Regen fällt meist am späten Nachmittag, morgens ist es in der Regel schön. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch, dadurch kann es sehr schwül werden.

Das Klima in den Hauptreisegebieten

Bangkok:
Die Regenzeit dauert von Mai bis Oktober, in einzelnen Stadtgebieten muss besonders im September und Oktober mit Überschwemmungen gerechnet werden. Die mittlere Tagestemperatur beträgt maximal ca.32 Grad, minimal ca. 24 Grad bei hoher Luftfeuchtigkeit. Wärmster Monat ist der April mit ca. 38 Grad und minimal ca. 25 Grad mittlere Tagestemperatur. Der kälteste Monat ist in der Gegend um Bangkok der Dezember mit ca. 30 Grad und minimal ca. 20 Grad Tagesmitteltemperatur. Die Trockenzeit geht von Dezember bis März. März und April sind die heissesten Monate in Bangkok.

Chiang Mai: Die Regenzeit zieht sich von Mai bis September/Oktober hin, die Tagesmitteltemperatur beträgt ca. 24 Grad bis 32 Grad. Wärmster Monat ist der April mit ca. 36 Grad und minimal ca. 22 Grad Tagesmitteltemperatur. Kältester Monat ist der Januar mit maximal ca. 29 Grad und minimal ca. 13 Grad Tagesmitteltemperatur. Die Trockenzeit dauert hier von November bis März.
Südthailand: In dieser Region geht die Regenzeit von Mai bis Oktober, hier beträgt die mittlere Tagestemperatur ca. 22 Grad bis ca. 31 Grad, die heißeste Zeit ist der März und April. Die Mittagstemperatur beträgt 33 Grad bis 38 Grad, an der Küste um die 35 Grad und im Binnenland 36 bis ca. 38 Grad, die Morgentemperatur liegt selten unter 24 Grad. Der kälteste Monat ist auch hier der Januar mit maximal ca. 31 Grad und minimal ca. 23 Grad mittlere Tagestemperatur, die Trockenzeit zieht sich von Januar bis März hin. Ko Samui hat die Regenzeit im November/Dezember - hier ist der Sommer die angenehmste Reisezeit.

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Das Klima in den Hauptreisegebieten

Bangkok:
Die Regenzeit dauert von Mai bis Oktober, in einzelnen Stadtgebieten muss besonders im September und Oktober mit Überschwemmungen gerechnet werden. Die mittlere Tagestemperatur beträgt maximal ca.32 Grad, minimal ca. 24 Grad bei hoher Luftfeuchtigkeit. Wärmster Monat ist der April mit ca. 38 Grad und minimal ca. 25 Grad mittlere Tagestemperatur. Der kälteste Monat ist in der Gegend um Bangkok der Dezember mit ca. 30 Grad und minimal ca. 20 Grad Tagesmitteltemperatur. Die Trockenzeit geht von Dezember bis März. März und April sind die heissesten Monate in Bangkok.

Chiang Mai: Die Regenzeit zieht sich von Mai bis September/Oktober hin, die Tagesmitteltemperatur beträgt ca. 24 Grad bis 32 Grad. Wärmster Monat ist der April mit ca. 36 Grad und minimal ca. 22 Grad Tagesmitteltemperatur. Kältester Monat ist der Januar mit maximal ca. 29 Grad und minimal ca. 13 Grad Tagesmitteltemperatur. Die Trockenzeit dauert hier von November bis März.
Südthailand: In dieser Region geht die Regenzeit von Mai bis Oktober, hier beträgt die mittlere Tagestemperatur ca. 22 Grad bis ca. 31 Grad, die heißeste Zeit ist der März und April. Die Mittagstemperatur beträgt 33 Grad bis 38 Grad, an der Küste um die 35 Grad und im Binnenland 36 bis ca. 38 Grad, die Morgentemperatur liegt selten unter 24 Grad. Der kälteste Monat ist auch hier der Januar mit maximal ca. 31 Grad und minimal ca. 23 Grad mittlere Tagestemperatur, die Trockenzeit zieht sich von Januar bis März hin. Ko Samui hat die Regenzeit im November/Dezember - hier ist der Sommer die angenehmste Reisezeit.

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Beste Reisezeit
November bis Februar, auf Ko Samui Mai bis September.

Gesundheit

Vorgeschriebene Impfungen

Keine bei Einreise direkt aus Europa.
Gelbfieber bei Einreise aus Epidemiegebieten.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria Risiko nur regional, dort allgemeine Schutznassnahmen. Medikamentöse Prophylaxe Malaria APP/DP nur in der Tak- und Trat-Provinz. Übrige Regionen nur Stand-by-Medikament Malaria APT oder Malaria ALT.

Informationen Reisemedizin

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Verbreitung

Malaria-frei sind die Touristenorte Bangkok, Ayutthaya, Pattaya, Hua Hin, Phuket, Koh Samui, Chiang Mai, Chiang Rai sowie praktisch alle Beach-Resorts an der Küste. Ein Malariarisiko besteht ganzjährig in bewaldeten Gebieten entlang der Grenze zu den Ländern Myanmar (Burma), Laos und Kambodscha. Erhöhtes Risiko derzeit in der Tak-Provinz (Mae Sot) und Trat-Provinz (südliches Grenzgebiet zu Kambodscha, einschließlich Insel Koh Chang).

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

Bangkok: BKK Nursing Home Hospital, Dr. Prapa Wongphaet (spricht Deutsch), Convent Rd., Bangkok , Tel. 632 05 60, Mobiltelefon 01-815 86 23; Zahnarzt, Dr. Pitak, 90, Sathorn Road, Bangkok , Tel. 234 89 15.

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt für Ausländer, Schecks oder Wechsel müssen jedoch innerhalb von 15 Tagen nach der Einreise bei einer thailändischen Bank eingelöst werden. Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt. Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt für Ausländer. Ausfuhr Landeswährung: bis zu 500.000 Baht bei Ausreise in die unmittelbaren Nachbarstaaten Thailands; bis zu 50.000 Baht bei Ausreise in andere Länder. Internationale Kreditkarten: Ja - Alle gängigen Karten werden akzeptiert, besonders in Bangkok ist Zahlung mit Kreditkarte weit verbreitet (vor allem Visa und AmericanExpress). Geldautomat: Ja - An Automaten mit dem "Maestro"-Zeichen kann man gegen eine geringe Gebühr Geld abheben. Reiseschecks: Ja - in Euro oder US-$ empfohlen (andere werden jedoch auch eingelöst). Eine Gebühr von etwa 20 Baht pro Scheck wird als Service Charge und ca. 3 Baht als Stamp Duty Charge erhoben.

Geld und Umtausch

Währungseinheit: Baht ( B)
1 Baht = 100 Stangs.

Derzeitiger Devisenkurs: Währungsrechner

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